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Mein Freund, der Roboter

Die Welt der Point & Click Adventures ist um ein Schmuckstück reicher. Seit Ende Oktober wird das neueste Werk von Daedalic Entertainment mit dem Namen Machinarium ausgeliefert. Das komplett in Flash geschriebene Game kommt ohne Kopierschutz daher und belegt nur gute 320 MB Platz auf der Platte.

Sofort nach dem ersten Start fällt die liebevoll von Hand gezeichnete Grafik auf. Der Spieler landet in einer ziemlich trashigen Welt voller Roboter, die von kuriosen Details nur so wimmelt. Die erste Aufgabe, eine Art Tutorial, besteht darin, Joseph, den kleinen, blechgesichtigen Helden der Geschichte, wieder zusammenzusetzen, nachdem er in Einzelteilen auf dem Schrottplatz gelandet ist.

Während des Tutorials kommt man auch gleich in den Genuss der einzigen wenigen geschriebenen Worte des Spiels. Ja, ihr lest richtig: Das eigentliche Spiel kommt vollständig ohne Text aus. Alle "Gespräche" zwischen den Akteuren laufen in Form von Gedankenblasen mit Bildern oder kleinen Filmchen ab - ein fantastisches Konzept: einfach, klar und deutlich.


Die Story des Spiels ist Hollywood tauglich: Mann, äh ... Roboter ... wird durch böse Jungs von Roboterin getrennt und verbringt seine Zeit damit, die entführte Gefährtin zu suchen und zu befreien und dabei ganz nebenbei die Welt zu retten. Nettes Detail am Rande: Wenn man Joseph eine Weile nicht bewegt, dann erscheinen in seinen Gedankenblasen Erinnerungen an die Zeit, als er noch mit seiner Liebsten vereint war. Vom gemeinsamen Ausflug bis zum Paintball-Spiel ist dabei ziemlich viel vertreten. Und wieder sind die Zeichnungen und Filmchen so liebevoll gemacht, dass man fast eine Beziehung zu den Protagonisten des Spiels aufbaut.

Sobald man die Einführung hinter sich gelassen hat, geht es dann auch halbwegs schnell ans Eingemachte. Machinarium ist nicht einfach und schon gar nicht trivial. Die Rätsel lassen sich in zwei Kategorien einteilen: a) finde heraus, was du womit tun musst, um weiterzukommen und b) kleine bis mittelgroße Logikrätsel, wie z.B. eine Variante von "Vier gewinnt", nur mit fünf Steinen und eine ganze Reihe von weiteren Herausforderungen. Zwischendrin darf man sich dann auch noch an Klassikern wie "Space Invaders" oder einer Pacman Variante versuchen, die Teil der Story sind und die man meistern muss, um weiterzukommen.