Links von mir schlagen Granaten ein, rechts schreit ein verwundeter Kamerad um Hilfe und von vorne stürmen ununterbrochen Horden von Gegnern auf uns ein. Als der Gegner eine Panzerfaust auf mich richtet merke ich wie mein Adrenalinspiegel steigt. Doch noch bevor er abdrücken kann, habe ich Ihm schon eine Kugel zwischen die Augen gejagt. Was so klingt wie meine Grundausbildung bei der Bundeswehr ist in Wirklichkeit der neue Teil von Call of Duty und eines der packensten Spiele der letzten Monate.
Da liegt es nun auf meinem Schreibtisch. Derjenige Shooter auf den ich schon seit Ewigkeiten gewartet haben. Schnell ausgepackt, installiert und gestartet. Schnell die ganzen Publisherlogos beiseite geklickt. Ich will endlich spielen. Aber dann verharre ich für 2 Minuten, wegen des packenden Intros.
Irgend jemand hat jetzt einen echt schlechten Tag...
Jetzt bitte nicht falsch verstehen. Intros habt Ihr alle schon viele gesehen. Aber dieses Intro schafft eine extrem beeindruckende und bedrückende Atmosphäre, wie ich es selten gesehen habe. Eigentlich kommt das ganze Intro eher wie ein Trailer für den nächsten Jerry Bruckheimer Film her. Grandioses Kino.
Unterwegs im Team
Im großen und ganzen ist die Story recht schnell erzählt. Ihr kämpft entweder als SAS oder als Marine gegen russische Nationalisten oder ganz üble Araber. So hat man auch gleich alle Klischees abgehandelt. Andere Bösewichte scheint es heute ja nicht zu geben. Ist nicht das erste mal und wohl auch nicht das letzte mal. Aber bei weitem nicht so ausgelutscht wie der ständig neuaufgewärmte zweite Weltkrieg. Und dafür bin ich zumindest sehr dankbar.
Schlechtwettereinsatz
Call of Duty hatte seinenSchwerpunkt im Single-Player schon immer auf Gruppendynamik gelegt. Also anders als in vielen anderen Shootern, rennt man selbst nicht alleine durch die Gegend, sondern ist Teil einer Gruppe die einem sogar des öfteren sagen was man machen soll. Das führt dazu, daß man sich quasi nie innerhalb einer Mission verläuft oder die Orientierung verliert. Wo ich gerade schon bei Orientierung bin, schön ist auch dieses mal wieder der Kompass der einem zeigt in welcher Richtung das nächste Missionziel liegt. Ein großer Vorteil ist auch gleich ein großer Nachteil des Spieles. Und zwar das alle Ereignisse gescriptet sind. So passiert es z.B. das Ihr ein Fernsehstudio betretet und es absolut leer vorfindet. Solange bis Ihr eine unsichtbare Linie übertretet. Und plöztlich stürmen ganze Scharen von Feinden den Raum. Es gibt Shooter die das besser machen, allerdings muss man sagen, daß, wenn man sich darauf einlässt, man Action der ersten Klasse serviert bekommt.