Crackintosh.de | Mac Gaming Resource

Hass-Liebe

Entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Ich habe selten Leute kennen gelernt, die sich irgendwo dazwischen bewegt haben. Die Rede ist von Spielen wie "Die Siedler" oder "Civilization". Ehrlich gesagt, ich selbst konnte mich nie wirklich für solche Spiele begeistern. Aufbau ok, aber wenn ich nicht spätestens nach einer halben Stunde meinen Tankrush durchziehen konnte, war's dann auch schon vorbei. Doch man soll nie, nie sagen. Zum ersten Mal konnte ich einen Blick auf Civ4 in der MacExpo in Köln werfen. Am Anfang fand ich es nicht so interessant, aber je länger der Tag wurde, desto öfter erwischte ich mich, wie ich den Spielern zusah und dann und wann auch mal ins Geschehen eingriff. Nun halte ich ein Exemplar in meinen Händen und kann im wahrsten Sinne des Wortes die Hände nicht mehr davon lassen. Warum das so ist, und wieso ich meine Meinung geändert habe, möchte ich auch in meinem folgenden Bericht etwas näher bringen.

Altbewährtes mit neuem Glanz

So gut wie alle Bereiche des Vorgängers wurden neu überarbeitet. Angefangen beim Handel, über das Kampfsystem bis hin zum Städtebau. Nun fügt sich noch alles besser zusammen und garantiert einen besseren Spielablauf.
An der Spitze der Veränderungen steht die Spielgrafik. Endlich findet die Komplexität und Genialität des Spieles auch in der Grafik Ausdruck. Das Leben auf der Map blüht im wahrsten Sinne des Wortes auf. Die Menüs sind auf den neuesten Stand und garantieren beste Übersicht über das Geschehen zu jeder Zeit. Natürlich gibt’s auch was auf die Ohren. Der epische Soundtrack rundet das Ganze noch ab. Hin und wieder unterbrochen von Kommentar durch „Leonard Nimoy“.
Auch besonders an dieser Version: man wird quasi mit Informationen zu gebombt. Wenn man mit der Maus über ein Feld fährt, wird einem nicht nur der Verteidigungswert angezeigt, sondern auch welche Grundressource und spez. Ressourcen das Gebiet bereit hält. Darüber hinaus wie viele militärische Einheiten sich in dem Gebiet aufhalten und welchem Besitzer bzw. Kultur das Land zu zuordnen ist.

Gesundheit und Wohlbefinden werden, im Gegensatz zu früheren Versionen, etwas anders gehandhabt. Die Gesundheit der Stadt fällt sobald die Bevölkerung, sowie die Verschmutzung der Stadt zunimmt. Um dem entgegen zu wirken muss man die Infrastruktur der Stadt um Dinge wie Parks, Aquedukte und Krankenhäuser erweitern. Wenn man die „Unzufriedenheit“ jedoch nur durch Ressourcen an gesunder Nahrung kompensiert, wie z.B. mit Kühen, Reis ect., dann überlebt die Stadt zwar in der momentanen Situation. Jedoch wird sie dann stagnieren und nicht weiter wachsen.

Die Änderungen betreffend der „Zufriedenheit“ der Bevölkerung sind wohl mit die besten Änderungen im Vergleich zu den Vorgängerversionen. Wenn die Bevölkerung unzufrieden ist, macht sich das dadurch bemerkbar, dass sie einfach die Arbeit einstellen. Jedoch bricht nicht gleich die ganze Stadt zusammen, so wie es in den Vorgänger Versionen der Fall war.
Wo wir gerade bei Städten sind. Diese nehmen auch eine zentrale Rolle ein, was die Weiterentwicklung der Kultur angeht, logischer Weise. Hierbei kann man die einzelnen Städte ganz gezielt in bestimmte Richtungen tendieren lassen, indem man spez. „mini Wunder“ in ihnen errichtet. So kann man beispielsweise eine Stadt darauf trimmen, viel Technologieresearch zu produzieren, während eine andere besonders viel für den religiösen Part beisteuert.