Rennspiele auf dem Mac sind recht rar gesät, und selten schaffen es echte Perlen auf unsere geliebte Plattform. Und um es gleich vorweg zu nehmen, Flatout 2 ist ein echtes Juwel. Natürlich nicht so hart wie Diamant, denn Blech ist sehr geduldig und vor Allem sehr biegsam.
Flatout 2 hebt sich in vielen Bereichen deutlich von anderen Rennspielen ab. Zum Einen wird Realismus beim Fahrverhalten der Fahzeuge fast vollständig ausgeklammert, was das Speil vom Handling her zu einem Arcade-Racer macht. Zum Anderen kommt ein Schadensmodell mit Animationen, die der Physik Tribut zollen und bei dem es eine wahre Freude ist, sein Fahrzeug fast in einen handlichen Metallwürfel verarbeiten zu könnnen. In jedem der 3 Rennmodi fliegen Türen, Motorhauben und noch viel mehr Dinge, von denen man nie glaubte dass sie sich von einem Fahrzeug lösen könnten, durchs Bild.
Der erste Blechschaden ist mehr so eine freundliche Anerkennung...
Die Rennen und Strecken
Flatout 2 kann seine Konsolen-Gene nicht verleugnen, und nachdem man sich mit der Tastatur durch die Menus geklickt hat und sein Fahrer-Pfrofil generiert hat und sein Startkapital in einen Wagen investiert hat, kann man auf den verschiedensten Strecken sein Können testen. Es gibt 30 verschiedene Rennstrecken, aufgeteilt auf sechs verschiedene Streckentypen: Wald, Feld, Wüste, Kanal, Stadt und Rennen. Einige Strecken oder Crash-Arenen müssen erst durch Renn-Erfolge freigeschaltet werden.
Rennen, Strecken und neue Fahrzeuge werden durch Erfolge im Karriere-Modus freigespielt. Hier gilt es, in den Rennmodi Derby, Street oder Rennen als Erster durchs Ziel zu gehen und die Gegner als Altmetall auf der Strasse liegen zu lassen. Nach den ersten Rennen stehen schon genügend Credits zur Verfügung um das eigene Auto mit besseren Bremsen, einem besseren Nitro-System oder besserem Auspuff aufzuwerten; auch verstärkte Überrollkäfige oder andere Strukturverbesserungen stehen im Programm.
Der Andere ist unter Umständen grösser und härter...
Hat man die ersten Derby-Rennen absolviert, kann man auch über den Kauf eines neuen Wagens nachdenken, mit dem man in einer der anderen beiden Klassen starten kann. Von denen stehen rund 30 Stück in der Garage des Händlers, die in Aussehen und Form realen Fahrzeugen (manchmal) ähneln, aber wahrscheinlich aus Lizenzgründen keine Markennamen tragen. Und vor Allem - wen juckt's; spätestens nach der ersten Runde ist das ehemals lieblich geschwungene Blech der Designkarosserie eh mehr zackig und verfügt über viele Liebesbeweise der Mitstreiter.
Ab durch die Wanne....