Das Allererste was einem auffällt, ist der ungewöhnliche Comiclook. Oder besser gesagt, Bleistift auf Karopapier-Look. Ganz tief drin handelt es sich um einen ganz normalen Arcade Shooter in der Obendrauf Perspektive. Aber wie so oft macht erst das drumherum aus einem simplen Spiel, ein richtig tolles Game.

Der ganze Look und die Präsentation des Spiels ist einfach nur liebenswert. Alles sieht aus wie mit dem Bleistift gezeichnet. Besonders die Menüs haben eher etwas von einer Konzeptzeichnung als von einem Menü. Extrem schick.
Das Spielprinzip ist ziemlich einfach gehalten. Fliege von einem Punkt durch ein Labyrinth zum Endgegner und dann geht es ins nächste Level. Ok, das kennen wir, aber warum hat mich das Spiel einen ganzen Freitag Abend gekostet?
Es ist einfach die Präsentation. Endlich mal ein Game das einen wirklich angenehmen Soundtrack im Hintergrund hat. Er nervt nie und gehört auf jeden Fall zu den besseren Stücken die man sonst so aus Spielen kennt. Das Tutorial macht mir schon richtig Appetit. Man fliegt über ein gigantisch groß wirkendes Karopapier von Aufgabe zu Aufgabe. So fliegt man, so schießt man, so öffnet man Türen usw. Eigentlich ganz normal, aber der Look ist es, der hier so fesselt.
Gleich nach dem Tutorial will man natürlich erst mal spielen. Also ein neues Spiel gestartet und plötzlich wird festgestellt das man sogar mit 2 Spielern über das Internet spielen kann. Sehr cool wie ich finde. Auch zwei Spieler an einer Tastatur gehen, aber na ja, so richtig gerne teile ich mir meine Tastatur eigentlich nicht.
Desweiteren verfügt Sketch Fighter auch noch über einen Editor mit ein paar vorgefertigten Maps. Er ist recht einfach zu bedienen, jedoch könnte das scrollen ruhig etwas komfortabler sein. Aber aufgrund seiner Einfachheit kann man dort bestimmt einige lustige Sachen basteln.

Doch warum hat mich Sketchfighter nur einen Freitag Abend gefesselt? Es kann einen manchmal dazu bringen, daß man sich am liebsten die Haare raufen möchte. Wie auch viele andere Arcadeshooter muss es anscheinend immer ein paar Stellen geben an denen die Leveldesigner sich gedacht haben, "so, jetzt ärgern wir den Spieler mal". Warum taucht schon in Level 2 dieses fiese Lavafeld auf, in dem mir dann auch noch agressive Riesenblubbs das Leben schwer machen? Und das schon in Level 2!
Was noch etwas schade ist, daß die Auflösung nur 1027 x 786 Pixel schafft. Könnte ruhig etwas mehr sein, aber es ist nicht ein wirklicher Minuspunkt. Auf einem 24" iMac läuft das Spiel absolut flüssig, was aber auch nicht wirklich verwunderlich ist.
Fazit
Alles in allem ist Sketchfighter ein ziemlich schicker Shooter der aber leider sonst nicht viel mehr zu bieten hat. Guter Sound und Look sind nicht alles. Es hat die gleichen Schwächen der meisten Arcade-Shooter und macht nichts wirklich besser oder bringt Neuerungen in Genre. Fein für zwischendurch, aber mehr auch nicht.