Wenn es eine Sparte von Spielen gibt, die vielleicht ein, na sagen wir mal, Schattendasein führen, dann sind es die Pinpall Games oder einfach Flipper. Mit Sicherheit nicht Jedermanns Sache, aber trotzdem ein klasse Zeitvertreib. Was genau macht Flipper Games denn nun eigentlich so interessant? Vielleicht ist es die Gradwanderung zwischen „Skill“, Geschick und einfach Glück?
Einer DER Pinball Lieferanten für den Mac, ist der Publisher „LittleWing“. Und genau dieser versorgt uns nun mit seiner Nummer 8 „Monster Fair“.

Vom Prinzip haben wir es natürlich mit einem normalen Flipper zu tun. Vier Flippertasten, ein Edelstahlball und jede Menge knifflige Aufgaben auf dem Tisch. Hauptaufgabe ist es, alle 5 Shows zu absolvieren plus die Finanzierung der Rückreise der Monster via Multi-Ball-Game. Wer eine tiefgründige, epische Story erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Aber mal ehrlich, was sollte man damit auch in einem Flipper?! Somit ist es auch ganz legitim, sich einfach der Jagd nach dem Highscore hinzugeben. Prinzipiell ist man auch super versorgt, mit 5 Shows, 4 Player Modi, 3 Bällen und 2 Multi-Ball-Games.
Der Aufbau des Tisches ist teilweise verdammt schwer und Boni sind echt hart zu treffen und Aufgaben zu erfüllen. Oft muss man schneller reagieren, als man überhaupt an die Reaktion selbst denken kann. Womit es wesentlich schwieriger wird , im Vergleich zu den Vorgänger Tischen, einen Monster-Highscore zu erzielen. Der große Schwachpunkt an dem Spiel ist das Menü-Interface. Viele Einstellungen gibt es nicht. Auch wäre eine Hilfe zu den Aufgaben auf dem Tisch hilfreich gewesen. Doch leider Fehlanzeige.
Auch doof ist, das ich den Sound während des Spieles nicht per Menü ausschalten kann. Dies geht nur zu Beginn des Spieles. Ebenso kann man mit der Tab-Funktion nicht zu anderen Programmen unter Mac OS X springen. Das kann, wenn man gut ist und bei den Aufgaben doch schon recht weit ist, zu ziemlichen Problemen führen, da man ja auch nicht speichern kann.
Die Grafik ist, wenn man den Standard in dem Genre betrachtet, recht gut. Das Karnevall-Feeling kommt ganz gut rüber. Und der Realismus ist soweit ok, dass man den Tisch als fast echten Tisch betrachten kann. Zur Musik ist zu sagen, dass diese zwar jahrmarkmäßig klingt, doch einem ziemlich schnell auf die Nerven geht. Ist jedenfalls meine Meinung. Wenn ich da an die Musik von Stone 'n' Bones aus Pinball Fantasies denke, bekomme ich Sehnsucht. Warum kann ich das nicht auch hier bekommen?
Fazit: Für Fans des Genres auf alle Fälle einen längeren Blick wert. Für alle Anderen kann ich nur sagen, probiert es, aber wenn ihr es nicht tut, werdet ihr auch nichts vermissen.