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Bleifusskontrolle

Jede Kurve in Redline stellt eine Herausforderung dar, der man mit der Steuerung über die Tastatur nicht gerecht werden kann; auch der Einsatz eines Gamepads stösst spätestens im Simulationsmodus an seine Grenzen - ein Lenkrad muss her. Natürlich darf es nicht irgendein Lenkrad sein, aber welche Hardware man sich als Mac-User anschafft, will ausreichend überlegt sein - nicht jedes Eingabegerät lässt sich am Mac zum funktionieren bringen, mangelnde Unterstützung der Hersteller sei Dank.

Logitech Control Center: Hersteller-Software erkennt Gerät nicht...


Und auch Logitech macht da keine Ausnahme - dem Formula Force EX liegen keine geeigneten Mac-Treiber bei; das berühmt-berüchtigte Logitech Control Center erkennt das Lenkrad nicht. Gesegnet seien die Programmierer von Redline oder Total Immersion Racing, dank sauberer Programmierung auf die Schnittstellen werden von den Games zumindest die Grundfunktionen der Hardware erkannt. Für alle weiteren Einstellmöglichkeiten benötigt man den Gamepad Companion - denn auch USB Overdrive streicht die Segel. Über das kleine Kontrollfeld des Comapnions lassen sich dann allerdings mit ein paar kleinen Tücke sämtliche Funktionen des Lenkrades einstellen. Ab auf die Piste.

Das Logitech Formula Force ist nicht einfach nur ein Lenkrad mit vielen Buttons und einer Lenkrad-Schaltung. Hier zeigt sich wieder, wofür Logitech berühmt ist: exzellente Hardware (die Treiber haben sich ja mangels Verfügbarkeit selber ausgeschieden). Das recht klobig anmutende Gehäuse kann schnell und einfach mit 2 Feststell-Haken an der Schreibtischkante befestigt werden und bietet selbst bei ausgiebigen Gebrauch der Force-Feedback-Funktion ausreichenden Halt. Schnell noch die kleine Box mit Gaspedal und Bremse unterm Tisch ans Lenkrad angeschlossen; der Aufbau ist einfach genug.

Redline erkennt ohne Hilfe schon die Grundfunktionen...


Erster Test: Redline. Das Game erkennt Hardware und über den Gamepad Companion konfigurierte Buttons ohne Probleme, die Einstellungen sind gemacht, doch auf der Strecke selber ist das Fahrzeug nicht zum geradeaus fahren zu bringen. Nach ein paar weiteren Versuchen mit den Einstellungen des Games und des Treibers geht man aber ohne Umschweife dazu über, den Gegnern auf der Strecke das Heck zu zeigen. Dank des guten Handlings des Lenkrades, das ergonomisch perfekt in der Hand liegt, ist selbst bei simulationslastigen Fahrten die Kontrolle des Fahrzeuges kein Problem mehr. Der stabile Kunststoffring liegt dank dickem Leder-Imitat gut und griffig in der Hand. Sämtliche Tasten sind bequem zu erreichen, angefangen beim Controller-ähnlichen Steuerkreuz, auf das ich die Ansichten gelegt habe, über die Wipp-Schalter hinterm Lenkrad fürs Schalten, bis hin zu den Buttons auf der rechten Seite sind bestens zu erreichen, sodass ich nun endlich auch einen Buttons für die Hupe belegen kann, um die Gegner von der Piste zu hupen. Das Force-Feedback zeigt auf höchster Stufe deutlich die Tendenz, den Schreibtisch zu bewegen, es ist schon einiges an Kraft notwendig, um diese Heckschleuder von Porsche auf der Piste zu halten... dank der Hardware allerdings kein Problem.