Alle paar Jahre wird es Zeit für eine neue Tastatur, wenn die Alte so langsam ihren Geist aufgibt; geschunden von endlosen Tippereien und panisch eingedrückten Tasten beim Zocken. Manche tasten geben dann einfach ihre nGeist auf; so geschehen bei meiner aktuellen Tastatur von Hersteller M$, einer Wireless Desktop Elite, die mir lange Zeit gute Dienste geleistet hat. Nun aber funktionierern die linken Alt- und Apfeltasten nicht mehr, und da man so ein Tastenbrett als Grafiker nicht nur zum Zocken braucht, muss eine neue her.
Die Wahl ist nach ein paar Probe-anschlägen beim Händler vor Ort schnell auf das neue Wireless Laser Keyboard 6000 in seiner zweiten Revision gefallen. Das Laser steht allerdings lediglich für die im Bundle beigelegte Maus, die an Qualität und Design auf keinen Fall an das Keyboard herankommt.
Mit dem Wireless Laser Keyboard folgt Microsoft dem aktuellen Trend, Tastaturen merklich zu "verflachen" und weniger herausstehende Tasten mit deutlich verkürztem Anschlag zu verwenden, ähnlich der Tastatur eines MacBooks. Das führt neben dem ergonomisch verzerrten Tastenfeld natürlich zu einer kurzen Eingewöhnungsphase, die ich immer noch nicht ganz überwunden habe, dafür wiegt der sanfte, aber dennoch exakte Tastenanschlag diese Umgewöhnung schon jetzt auf; es macht einfach Spass, mit dem Ding zu tippen. Die Tastatur kann für ganz Unverbesserliche mit Hilfe einer beigelegten Plastikschiene und 2 ausklappbaren Füssen zwar auch noch auf eine andere Höhe oder Neigung verstellt werden, aber die tief einliegenden Tasten sind bei einem höheren Arbeitslevel dann nicht mehr so gut zu erreichen, wie ich finde.
Spielen lässt es sich mit den flachen Tasten ganz wunderbar: zwar dürften Zeitersparnisse beim Betätigen einer niedrigeren Taste gegenüber einem klassischen Typen im einstelligen Millisekundenbereich liegen und daher nicht weiter ins Gewicht fallen, dennoch sind Keyboards in Flachbauweise nicht ganz zu Unrecht im Kommen. Produkte wie die Eveglide Gamer-Tastatur t1000 geben hier den Trend deutlich vor und zeigen die Vorteile beim Arbeiten und Spielen.
Das Wireless Laser Keyboard kommt mit der selben Ufo-artigen Empfangsstation daher wie schon der Vorgänger, die das Signal über einen hochfrequenten Träger ohne erkennbare Zeitverzögerung an den USB-Bus des Rechners weitergibt. Zudem legt Microsoft mit den eigens für Mac entwickelten Treibern ein grundsolides und funktionierendes Paket bei, mit dessen Hilfe sich sämtliche Zusatztasten anstandslos konfigurieren lassen; verschieden Arbeitsumgebungen für die Tasten sind ohne Probleme möglich. Warum man allerdings für ein korrektes Funktionieren zusätzlich auch den nicht benötigten Maus-Treiber installieren muss, ist mir schleierhaft.
Fazit
Eine Tastatur für alle Fälle, äh, Finger, möchte man sagen. Dem einen User mag die ergonomisch geschwungene Tastatur nicht ganz behagen, dem Anderen kommt sie gerade recht. Schnelles, unverkrampftes tippen und gute Zocker-Eigenschaften machen das Wireless Laser Keyboard zum Kauftipp. Wer eine billigere Variante ohne die unsägliche Maus im Bundle findet, der gebe mir Bescheid, dann gibts auch die Bestnote.