Heutzutage ist es in aller Munde: Windows XP bootet mit Hilfe von BootCamp direkt auf dem Mac. Super für alle Spieler, denn nun muss man nicht immer halbe Ewigkeiten warten, bis endlich eine Portierung des Spieles für den geliebten Mac kommt.
Auch für Pro App User ist dies natürlich erfreulich, da leider viele Applikationen unter Rosetta sehr bescheiden oder gar nicht laufen. Alles schön und gut, nur einen Nachteil hat das Ganze: Ich muss immer den Rechner neu starten wenn ich das OS wechseln möchte! Ich geh mal von mir persönlich aus. Habe ich ein Spiel für Mac OS X und Win XP werde ich es unter OS X Spielen, auch wenn vielleicht die Performance dann nicht ganz so toll ist. Grund? Ich liebe OS X und will nicht wechseln. Sollte ich jedoch nur ein Exemplar aus meiner Windowszeit in Händen halten, muss ich’s mir schon schwer überlegen. Für ne halbe Stunde oder so alles schließen und die Kiste (auch wenn’s verdammt schnell geht) unter XP neu booten? Oder ich brauch ein Tool, welches unter OS X nicht verfügbar ist bzw. unter Rosetta nicht läuft. Dann lieber doch noch n bischen World of Warcraft leveln ;) Was aber, wenn es möglich wäre, unter Mac OS X Windows XP parallel laufen zu lassen?
Das Prinzip ist altbekannt. Unter Windows schimpft es sich VMWare unter Mac OS X Virtual PC. Ich bin neulich über ein neues System gestolpert, welches mir auf Anhieb so gut gefallen hat, dass ich beschlossen habe, es einem näheren Test zu unterziehen. Ob es die Erwartungen an Spieleperformance und Stabilität erfüllen kann, möchte ich Euch in meinem Bericht zeigen
Auf der Herstellerseite www.parallels.com habe ich mir als aller erstes mal das .dmg Image besorgt. Dieses befindet sich in einer Beta Phase und kann 30 Tage kostenlos getestet werden. Den Key bekommt man nach Angabe der Email Adresse auch umgehen zugesandt. Beim ersten Versuch bekam ich allerdings eine leere Mail zugeschickt. Jedoch beim 2ten Versuch klappte alles einwandfrei ;) Laut Hersteller hat die Software einige nette Features, welchen wir noch näher auf den Zahn fühlen werden.
Mit dabei ist die Unterstützung von Dual Core Prozessoren und Intels Virtualization Technology, welche die Performance auf fast „natives“ Niveu heben soll. Des Weiteren benötigt das Gast-System im Ruhezustand nur 1-2% CPU Last. KEWL! Dann müsste ich das Ganze gar nicht mehr herunterfahren und hätte ja schon fast einen On-The-Fly Switch. Jedoch bin ich noch etwas skeptisch was das angeht, da hier nichts von der Auslastung des Arbeitsspeichers steht. Naja mal sehen.
Nach dem Start begrüßt mich das Programm mit der Möglichkeit eine vorhandene Virtuelle Maschine zu öffnen oder eine neue anzulegen. Ich entscheide mich für Zweiteres und gelange zum nächsten Schirm. Hier will man von mir wissen, ob ich eine Typische Installation wünsche oder ich gerne selbst Hand anlegen möchte. Da ich faul bin nehme ich die Typische Installation und wähle als Betriebssystem Windows XP Professional aus. Nun aktiviere ich noch die Software, mit dem per Mail empfangen Key und schon kann’s losgehen. Wichtig: vorher in den Einstellungen der Maschinen auf alle Fälle das CD/DVD Laufwerk auf „conntect at startup“ stellen, damit auch von der Installations CD gebootet werden kann.
Die Installation verlief ohne Probleme und nun steht einem kleinen Spiele und Systemlastbenchmark nichts mehr im Wege *g
Jedoch gab es unerhofft Schwierigkeiten. Die Grafikkarte wurde nicht korrekt erkannt. Mhh was könnte man da tun. Meine erste Idee war, die Apple Treiber CD vom BootCamp zu verwenden. Jedoch bekam ich hier die Meldung, dass die vorhandene Hardware nicht mit dieser Software kompatibel sei. Dann also noch ein Versuch. Diesemal mit den neuen Catalyst Treibern von der ATI Seite. Doch auch hier kam ich leider zu keinem positivem Ergebnis.
Fazit
Somit muss ich den Spieletest leider an dieser Stelle abbrechen. Office und andere Applikationen laufen einwandfrei und sehr performant. Hoffentlich wird in einer neueren Beta oder dann vielleicht schon Vollversion dieses Problem behoben sein. Schade nur, dass ich so wieder keine Lösung gefunden habe, mich um den Reboot der Maschine herum zu mogeln. Am liebsten wäre mir jedoch ein System, bei dem ich wirklich ohne Fenster und allem Drum und Dran einfach durch eine Tastenkombination das OS wechseln kann, während das Andere in eine Art Schlafmodus geschickt wird, bis ich es wieder benötige. Noch scheint dieses jedoch in dieser Art Zukunftsmusik zu sein. Aber das war Windows auf dem Mac ja vor kurzem auch, oder ? Update: Dank der Idee meines Chefs, nach Lektüre meines Berichtes über Parallels, habe ich doch noch eine Möglichkeit gefunden, wie man quasi ganz "billig" on-the-fly wechseln kann. Die Idee ist Simpel. Mac OS ist ein Multidesktop System genau wie Linux. Mit Hilfe eines Tools kann man sich ganz einfach mehrere genial animierte Desktops zaubern. Ein Beispiel hierfür ist You Control:Desktops. Mit Hilfe dieses Programms kann man mittels einer Mausgeste oder einer Tastenkombinaten den Desktop wechseln. Wenn man nun Paralells auf einem Desktop im Vollbild-Modus laufen läßt, kann man so quasi "direkt" zwischen OS X und beispielsweise Windows XP wechseln. Is zwar n bischen gemogelt, aber mir gefällt die Idee ganz gut ;)