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Wirklich eine "Revolution"?

Das Problem bei den Eingabegeräten von Logitech ist, dass sie einfach nicht kaputtgehen oder nach anderthalb Jahren so verschlissen sind, dass sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Das war bis jetzt bei allen unseren getesteten Geräten so, und auch bei der bei diesem Redakteur im Einsatz befindlichen MX1000 zeigen sich keine Gründe auf, das gute Stück zu ersetzen. Aber die MX Revolution sieht sooo schön stylisch aus...

Hier die MX Revolution (rechts) mit dem kleinen Verwandten VX Revolution


Was solls. Husch-Husch zu Amazon, denn dort ist das gute Stück nur ein paar Tage nach der offiziellen Ankündigung auf der diesjährigen Games Convention schon als verfügbar gelistet, und welch Wunder, 2 Tage nach Bestellung ist die Post schon da. Nach diesem Geschwindigkeitsrausch auspacken und da kommt die erste Überraschung: keine klobige Empfangs- und Ladestation mehr, die erst nach mehrmaligen gutem Zureden auf Grund verpappter Kontakte den Ladevorgang startet, sondern nur eine kleine, schlanke Ladestation, die sofort ihren Betrieb aufnimmt. Der Empfänger kommt in Form eines kleinen USB-Dongles daher, dass sofort seinen Platz am freien Port des Displays findet. Jetzt nur noch laden lassen, denn der Ladezustand, den mir die Maus auf ihrem kleinen Diodenfeld anzeigt, verspricht nicht gerade ausgiebiges Testen.

Einen Tag später: die Maus hat schon längst ihren optimalen Ladezustand erreicht und blinkt mir diese Nachricht auch freudig entgegen. Also los, MX1000 abgekabelt und ab.

Der erste negative Eindruck. Vergleicht man die Revolution mit ihrem Vorgänger, der MX1000, fällt als erstes eine leicht verschlechtert anmutende Verarbeitung auf. Irgendwie macht der neugeformte ergonomische Nager keinen so guten Eindruck. Die Passform ist zwar wie für die rechte Hand geschaffen, und auch die grössere Einbuchtung und die damit vergrösserte Ablage für den Daumen machen die MX REV zum idealen Arbeitsgerät, doch lässt das Gerät bei jeder Bewegung ein Leichtes Klappern hören.
Die Ursache für dieses Geräusch ist schnell gefunden: der obere Scroll-Wheel, als eines der herausragenden Features der MX Revolution angepriesen, ist einfach aufgrund der Masse-Trägheit Verursacher der Akustik. Klar, der Wheel macht es leicht, ein 500-Seiten-Word-Dokument mit einem leichten Anschubsen komplett zu durchscrollen, aber bitte, wer braucht so etwas?


Das Rad ist nicht wie gewohnt, durch ein mehrstufiges Einrasten gebremst, sondern dreht sich freudig wie ein Schwungrad immer weiter. Dies macht das kontrollierte Scrollen durch ein Dokument zu einem Alptraum, vom Schalten der Waffen in Unreal Tournament oder jeglichem anderen Game ganz zu schweigen. Dafür kann ich aber mit nur einem leichten Antippen innerhalb einer Sekunde gleich mehrmals durch mein gesamtes Waffenarsenal Scrollen; die direkte Auswahl einer Waffe ist dagegen schlicht und einfach nur Glücksspiel.
Angeblich soll man durch das Drücken des Mausrades ein "einrastendes" Scrollen aktivieren können, was unser Testmodell jedoch standhaft verweigerte.