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Wie alles anfing.

Als der C 64 im Jahre 1982 erschien war der Name Commodore schon in aller Munde (durch den erfolgreichen VC 20 z.B.). Er ist der bis jetzt erfolgreichste Homecomputer mit über 17 Millionen Verkäufen weltweit. Erhältlich war er von 1982 bis Anfang der 90er Jahre (dem Zusammenbruch des Commodore Imperiums). Man bedenke das mal aus heutiger Sicht mit einem PC der über 8 Jahre alt ist, was läuft noch darauf? Vielleicht ist es noch ganz interessant das die unverbindliche Preisempfehlung damals bei 1400 DM (!!!) (715,81 Euro) lag, 1984 ca. 850 DM 434,60 Euro). Heute würde niemand mehr soviel für einen Taschenrechner bezahlen ;-) (Zitat:www.c64-web.de)

Weihnachten 1991......mit zitternden Händen saß ich mit meinem Weihnachtspaket unterm Baum. Ich wusste, endlich bekomm ich auch einen. Mein Freund hatte schon vor einem Jahr einen PC (damals wusste ich noch nicht was ein 286er war) bekommen und natürlich tierisch damit angegeben. Ich wollte auch so coole Spiele haben wie er. Damals waren Pac-Man und Hang-Man einfach der Hit ;) Ich riss die Verpackung auf und schaute erstmal recht doof aus der Wäsche. Was war das denn für ein Ding? Das sah überhaupt nicht aus wie die Kiste von meinem Freund Daniel. Gut, so ein Ding mit Tasten hatte er auch aber nicht so groß und dick. „Na was sagst Du zu Deinem neuen Computer?“, fragte mein Dad und ich sah Ihn nur mit großen, ungläubigen Augen an. Ich hätte heulen können, wollte ich doch einen richtigen PC und keinen.....keinen Brotkasten. Ja, ob ihrs glaubt oder nicht, aber ich hab das Ding damals echt so genannt, ohne zu wissen, wie richtig ich damit liegen sollte.

Wenige Tage später war ich nicht mehr von dem Ding wegzubekommen. Nachdem mein Bruder mir gezeigt hatte, wie er funktioniert und ich endlich die Funktion des Datasette begriffen hatte, konnte mich nichts mehr aufhalten. Ein paar Jahre später entdeckte ich, dass man ja mit dem Ding auch selber Programme schreiben konnte. Bzw. einfach Ballons über den Bildschirm fliegen lassen konnte. Ich war damals total stolz auf mich, dass ich das geschafft hatte. Auch wenn meine Leistung nur daraus bestanden hatte, den Quellcode richtig einzugeben. Und das war gar nicht so einfach. Denn einmal vertippt und in der nächsten Zeile, konnte man oft nicht mehr zurück und musst Alles von vorne tippen.

Nachdem ich meine Hardware im Laufe der Zeit um ein 5 ¼ Zoll Laufwerk erweitert hatte, war endlich der Weg zu den unendlichen Weiten der Spielewelt frei. Und was haben mein Bruder und ich an dem Ding gezockt. Nächte lang. Schulaufgabe? Egal, noch ein weiteres Level, noch ein Boss, und den Highscore knack ich noch. Ach, das waren noch Zeiten. Doch auch die vergehen und andere kamen. Das SNES, Gameboy, N64, PS2, und schließlich der PC. Aber wie viele Plattformen ich auch getestet habe, das Gänsehautfeeling des C64 blieb unerreicht. Und da sind wir nun, hier in der Gegenwart. Und während ich diesen Artikel auf meinem Mac (ja, auch ich bin nun endlich bekehrt worden; danke an meinen Lieblingsschweden Marcus) schreibe, läuft nebenbei „Commando“.

Nein, nicht Commandos aus den Pyro Studios. Ich meine Commando, einer der Klassiker auf dem C64. Ihr fragt euch, wie kann das sein? Hat er seinen C64 an seinen Fernseher laufen? Mit Nichten. Emulatoren für versch. Konsolen gibt es ja schon Lange. Doch nun habe ich einen gefunden, der mit Funktionen nur so strotzt und wie ein Traum auf meinem iMac läuft.

Power64 heißt das gute Ding und bringt alles mit sich, was man von einem Emu erwartet. Endlich ist es möglich, auch ein komplettes Verzeichnis auf seiner HDD als Quelle anzugeben, und muss nicht immer das einzelne Spiel umständlich in das virtuelle Laufwerk einbinden. Aber auch das Starten über Doppelklick auf das Spiel im Finder ist kein Thema. Sehr praktisch! Wer mag kann natürlich, wie beim Original, Jahrhunderte warten, bis das Spiel geladen ist. Für alle anderen gibt’s n Turo Modus. Auch die Verwendung von USB Joysticks bzw. Gamepads ist kein Problem. Mein Thrustmaster wurde auf Anhieb gefunden und funktioniert super!

Unser Dankeschön geht an dieser Stelle an Herrn Roland Lieger von Infinite-Loop, welcher uns freundlicherweise eine Vollversion seines Programms für unseren Test überlassen hat!

Doch genug der Worte. Im folgenden möchte ich Euch meine Top 30 auf dem C64 präsentieren. Lehnt euch zurück und lasst Euch mitnehmen auf eine Reise in die Vergangenheit. It’s retro, baby!