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Die Diodenmaus ist tot. Lang lebe die Lasermaus.

Logitechs neues Flagschiff, die MX1000 ist auf dem Markt, und erstmals kommt anstatt einer Diode, die den Untergrund abtastet, ein Laser zum Einsatz.

Logitech hat sich schon lange zu einem der führenden Hersteller von Eingabegeräten gemausert, und das nicht von ungefähr: so sind die Logitech-Geräte meist gut durchdacht und designed, und beispiellos gut verarbeitet. Kommt es bei anderen Herswtellern schon nach kurzer Zeit zum kompletten Versagen der Hardware (zum Beispiel der Ausfall der Dioden bei sage und schreibe 3 Modellen von Microsoft, die wir testen wollten), so verrichtet die schwanzlose MX700 von Logitech in unserer Redaktion immer noch treu ihren Dienst.

Die MX1000 kommt wie versprochen mit fast jeder Unterlage zurecht...

Warum also eine neue Maus anschaffen? Gut, der Laser hat es uns angetan, und da wollen wir mal testen, was die neue Abtastung denn so bringt. Also die MX700 in die Schublade, und die MX1000 angeschlossen. 3 Tage gehen ins Land, und wir freuen uns über das ergonomische Design, die gut erreichbaren Buttons mit angenehmen Anschlag und das scheinbar leichtere Gewicht gegenüber dem Vorgänger. Und dann fällt uns auf, dass wir die Maus noch nicht einmal auf der Ladestation hatten. Sind da neue Akkus drin? Nein, die MX700 kommt mit fest verbauten Stromzellen aus, die man nicht mehr wechseln braucht. Angesichts der fortgeschrittenen Entwicklung der Stromzellen sicherlich ein einleuchtender Schritt der Entwickler, austauschbare Akkus würden mich aber dennoch beruhuhigen. Das Gewicht machts aber Wett; die Batterien würden die Maus wieder schwerer machen. Und die Lithium-Ionen-Akkus scheinen gut zu halten...

Das Design und die Ergonomie der Maus sind wie bei den meisten Logitech-Geräten sehr gut gelungen. Man hat das Gefühl, die Entwickler und Designer haben die Maus unter einer auf dem Schreibtisch liegenden Hand entworfen, und so kommt es selbst bei langen und intensiven Freistellarbeiten in Photoshop nicht zu Ermüdungserscheinungen. Ergonomie und Gewicht passen. Die beiden Haupt-Tasten sind schon wie beim Vorgänger Teil der Oberschale und bieten einen recht angenehmen Klick, wobei der Widerstand ein wenig härter sein könnte. Ab und an kommt es zu einem versehentlichen Klicken, was gerade bei Arbeiten im DTP-Bereich ein wenig nervig ist. OK, Gewöhnungssache. Die restlichen Buttons sind für alle Finger gut erreichbar angebracht, lediglich das Scrollrad scheint ebenfalls ein wenig ungewohnt leichtgängig zu sein. Beim Scrollen der Waffen in Unreal Tournament hat man schnell mal den Raketenwerfer anstatt des beabsichtigten Flak-Geschützes in der Hand. Auch hier wieder: Gewöhnungssache. Die Tasten an der Seiten werden vom Rechtshänder gemütlich mit dem Daumen betätigt, wobei ich selber immer noch lieber die Tasten unterhalb des dicken Fingers hätte. Jedoch ruht der Daumen gemütlich auf einer grosen Ausbuchtung, von der aus man die 3 Seitentasten gut erreichen kann. Die grosse Ablage sorgt auch mit dafür, dass die Maus sehr gut in der Hand liegt.

Super-Feature: die Batterie-Anzeige...

Jetzt weiss ich auch, was mir bisher immer gefehlt hat: die Batterie-Anzeige der MX1000 ist mal endlich ein tolles Feature. Kein unnötiger Spielkram oder der 23. Button, den keiner braucht, sondern eine Anzeige über den Ladestatus des Akkus. Bewegt man die Maus, ist die anzeige Aktiv, nur um kurz danach wieder auszugehen und nicht selber zum unnötigen Stromfresser zu werden. Zudem kann man die Maus an der Unterseite über einen kleinen Schieber ein- und ausschalten. Die Ladestation, die gleichzeitig als Empfänger dient, wirkt ein wenig kleiner als die der MX700.

Logitech selber preist bei der MX1000 eine 20mal genauere Abtastung der jeweiligen Oberfläche an als bei dem Vorgängermodell MX700. Neu bei dieser Maus ist, dass nicht der Untergrund wie sonst bei optischen Mäusen mit einer Diode beleuchtet und durch einen Sensor abgetastet wird, sondern die Erkennung der Oberfläche durch einen Laser geregelt wird. Dies erlaubt natürlich eine viel exaktere Erkennung des Materials und der Bewegung. Im Gegensatz zur MX700 macht sich das jedoch kaum bemerkbar, die schon über eine sehr gute Abtastung verfügt. In schnellen Games jedoch machen sich die Vorteile der MX1000 in Ansätzen bemerkbar. Die schnelle RF-Funktechnologie von Logitech tut ihr Übriges, um diese Maus optimal zum Zocken zu machen.

Auch mit dem Pad: gleitet wie ein Dampfbügeleisen...

Mit einem empfohlenen Verkauspreis von etwa 80 Euro ist die MX1000 genauso teuer wie die MX700 zu deren Markteinführung. Sicherlich der einzige Wermutstropfen dieses Modells.

Nach wie vor ist das einzig grosse Manko bei Produkten von Logitech das Logitech Contol Center. Der Mac-Treiber für die Produkte des Herstellers scheint eine ewige Betaversion zu sein und scheitert selbst an den leichtesten Aufgaben. So scheint es dem Programm nicht möglich, sich Einstellungen für die Buttons zu merken, von verschiedenen Belegungen, z.B. für Spiele, ganz zu schweigen. In Zusammenarbeit mit den Tastatur-Treibern von Microsoft scheinen, laut den Reviews auf Versiontracker.com, Kernel-Panics vorprogrammiert, und so betreiben wir die MX1000 mit USB Overdrive, einem Universal-Treiber für Mäuse und Joysticks. Einziger Nachtei hierbei: die Vertical-Scroll-Funktion des Mausrades wird von USB Overdrive leider (noch) nicht erkannt...

Publisher
Logitech
Produktseite
http://www.logitech.co...nguageid=4&countryid=7
Deutscher Vertrieb
Logitech
Mind. Systemanforderungen

Mac mit USB-Anschluss

Testsystem

PowerBook G4
1,3 GB Ram
OSX 10.3.5

G5 2Ghz Dual
4 GB Ram
OS X 10.3.5

Pro

hervorragende Anpassung für Rechtshänder
gute Akkulaufzeit

Contra

kein Modell für Linkshänder verfügbar