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Vorwärts marsch!

Jeder der, mich kennt weiss, ich bin ein totaler Retro Fan. Sowohl im Bereich Musik, als auch im Bereich Computer. Ich mag das Gefühl der alten Erinnerungen, wenn man Klassiker auf dem C64, dem Amiga, Neo-Geo, SNES und wie sie alles heißen wieder entdeckt. Das Gänsehautfeeling, und die unglaubliche Spielmotivation und Tiefe, die diese Spiele immer noch zu absoluten Stundenkillern machen. Als ich also neulich über die neue Version von ScummVM stolperte und feststellte, das diese auch noch auf meinem Intel Mac naitive läuft, bekam ich sofort feuchte Augen.

What da heck is Scumm? SCUMM steht für Script Creation Utility for Maniac Mansion (dt. Skript-erzeugungswerkzeug für Maniac Mansion). Ziel dieser Software, welche 1987 von Ron Gilbert und Aric Wilmunder für Lucasfilm Games (heute LucasArts) programmiert wurde, war, die Erstellung von portierbaren Point-and-Click-Adventures zu vereinfachen.

Technisch funktioniert das Ganze folgender Maßen. Das entsprechende Spiel liegt im Bytecode vor. Diese wird dann in die Visualisierungsumgebung (auch Virtuelle Maschine) eingelesen und ausgeführt. Vorteil für die Programmierer war, dass sie sich nun voll und ganz auf die Entwicklung der Story, Charaktere, Musik, Gameplay, und Grafik konzentrieren konnte, ohne sich mit der läßtigen Arbeit abzumühen, die Engine jedes Mal neu zu schreiben. Die Engine, welche ja zunächst nur für Maniac Mansion entwickelt wurde, wurde von Spiel zu Spiel weiter vorangetrieben. Nach der letzten Version (v.8) stieg man auf die GrimE Engine um (Monkey Island 4 / Grim Fan Dango).

Die Bedienung der ScummVM ist total simpel. im Menü klickt man auf "Laden" und wählt den Hauptordner, in welchem sich das Spiel befindet. Dabei ist es egal, ob der Ordner lokal oder auf einer CD / DVD ist. Dann kann man sich noch mit Einstellungen zu Bildschirmgrößen und Soundeinstellungen vergnügen. Auch "Interpolierte" Auflösungen, bekannt aus anderen Emulatoren sind möglich (Eagle Engine usw.). Dann speichert man das Ganze und nun ist das Spiel in der Liste aufgeführt. Ein Doppelklick oder markieren und starten klicken und los geht. Einfacher geht's nicht!

Games, Games, Games

Das markante von solchen Adventures zu dieser Zeit, war die Kombination von "Verb-Aktionen" und Items. Die Aktionen umfassten "Gehe zu", "Öffne", "Benutze" "Drücke" ect. jeweils kombiniert mit Gegenständen im Inventar, der Spielumgebung oder beidem. Außerdem wurde hier auch der Begriff "Pixelgrafik" geprägt ;) Alle Sachen bestanden quasi aus mehr oder weniger "riesigen" Pixeln, so das man ab und an schon etwas Fantasie brauchte. Jedoch genau dies trug einen sehr großen Teil zur Spielatmoshäre bei. Einige Klassiker sind hier z.B. die Monkey Island Saga, Indiana Jones, Sam'n' Max, Beneath a steel sky, Flight of the Amazon Queen , Simon the Socerer, um nur einige zu nennen. Und genau die möchte ich euch im Folgenden etwas näher Beschreiben.